Am 08. und 09. Mai 2010 fand auf der Reitanlage des RV Rodebachtal in Niederbusch die Veranstaltung „Tag des Pferdes“ statt.
Diese Veranstaltung wurde ins Leben gerufen, um den Reittourismus im Raum Gangelt, Selfkant und Waldfeucht zu werben. Die einzelnen Reitvereine, Pferdeställe und Gastronomen konnten sich hier präsentieren. Auch unser Verein nahm diese Chance wahr.
Unser Mitglied Claudia Wolters stellte sich mit großer Freude und Eifer zur Verfügung eine Vorführung zu reiten. Ihr seit November in Deutschland lebender Islandwallach Glaer fra Reykjavik konnte so auch Erfahrungen sammeln, da er keine Turniere oder dergleichen Aktionen bisher kannte.
Bereits am Freitag traf ich mich mit Franz und Monika Storms in Niederbusch um unseren Stand vorzubereiten. Wir hatten uns alle darauf geeinigt, dass der Verein sich den Stand mit der Islandpferdereitschule Frilinghoven teilt, damit wir „Isländer“ zusammen sind. Claudia kam auch noch kurz vorbei und half beim dekorieren, so dass wir die letzten Einzelheiten besprechen konnten.
Samstag ging es bereits sehr früh los. Gegen halb acht traf ich mich bereits mit Claudia um den letzten Feinschliff am Stand herzustellen, die Vereinsklamotten aufzuhängen, Flyer, Broschüren und sonstiges Werbematerial - hier einen Dank an Claus Paulus und Wilfried Müller vom IPZV Rheinland für das Werbematerial - zu verteilen und natürlich Marions gravierte Gläser zu arrangieren. Kurz bevor die ersten Besucher kamen, hatten wir noch Zeit für einen leckeren Kaffee und um einen Blick auf das gleichzeitig stattfindende Springturnier zu werfen.
An diesem Tag strömten leider nicht so viele Besucher in das vom Organisator bereit gestellte Zelt, doch es gab trotzdem viele Interessierte, denen wir das Islandpferd ein wenig erklären konnten und um über diverse Vereinsaktivitäten zu berichten. Da Claudia um 13.40 Uhr mit ihrem Showprogramm starten sollte, verließ sie mich gegen Mittag, um ihr Pferd zu holen. Leider waren keine Paddockmöglichkeiten vorhanden. Zum Glück hatte Claudia es nicht weit.
Nachdem sie ihren Glaer gesattelt und kurz warm geritten hatte, trafen wir auch ihre Reitpartnerin, Nadine Tholen. Nadine hatte sich netterweise mit ihrem Großpferd zur Verfügung gestellt um einen Gangartenvergleich vom Islandpferd zum Großpferd vorführen zu können. Da beide leider im Vorhinein nicht gemeinsam üben konnten, sprachen sie kurz die Einzelheiten durch, bis ich Claudia ihr Headset zum Kommentieren geholt hatte. Es gab bereits 45 Minuten Verzug im Programm.
Ich war mittlerweile aufgeregter als Claudia. Nach den wunderhübschen und wirklich großen Shire Horses war es endlich so weit. Claudia führte ihr Pferd auf den Springplatz und begann mit der Vorführung. Sie erklärte dem überwiegen aus „Großpferdereitern“ bestehendem Publikum, dass Glaer noch unerfahren mit solchen Auftritten sei und dass er sich erst einmal alles in Ruhe anschauen sollte. Dies tat er auch – und in wirklich vorbildlicher Isländermanier -. Claudia erklärte dem mittlerweile sehr interessierten Publikum alle wichtigen Eckdaten über den Verein, das Islandpferd im Allgemeinen und Spezielles zu ihrem Pferd während sie aufstieg. Der Große war es mittlerweile satt so lange zu stehen und wurde etwas unruhig. Los ging’s mit dem Schritt, während Glaer seinen „Arbeitsschritt“ ging, kam das Großpferd nicht mehr nach. Im Trab hielten sie sich die Waage. Im Galopp war der Isländer wieder deutlich überlegen und im Vergleich Tölt/Trab gewann der Isländer deutlich die Sympathie des Publikums.
Nach diesem gelungenen Showprogramm kamen viele Islandpferdinteressierte an den Vereinsstand und ließen sich gerne mehr über das Islandpferd, diverse Vereinsaktivitäten und Adressen erzählen.
Abends hieß es dann, -Stand abbauen-, Abends gehörte das Zelt der Coverband Glenrock und dem Bullriding Wettbewerb.
Am frühen Sonntagmorgen musste der Stand wieder komplett aufgebaut und von neuem hergerichtet werden. Dank der Übung der letzten beiden Tage ging das sehr schnell.
Die Isländer wurden an diesem Tag von Franz und Monika Storms (Islandpferdereitschule Frinlinghoven), Birte Willms, Nicole Johnen (Dipl. Reittherapeutin aus Aachen) und Jolanda Donkers(Islandpferdezucht und Paardenschool Vidar) vorgestellt.
Franz und Monika boten gelungene Vorführungen mit ihren Reitschülern, begleiteten die Eröffnung des Reitwegenetzes und das CHIO – Maskottchen „Karli“ mit den Islandpferden und zeigten auch dort, dass Isländer trotz großer Fahnen ganz cool bleiben.
Nicole u. Jolanda präsentierten die Isländer am Boden, als Therapiepferd und unterm Sattel.
Nach diesen gelungenen Vorführungen war die Resonanz der Besucher positiv und sehr interessiert.
Sonntags waren weitaus mehr Besucher zu verzeichnen, die das schöne Wetter ausnutzten und über die Veranstaltung spazierten.
Nachdem abends der Stand wieder abgebaut und alles im Wagen verstaut war, war mein Fazit: „das Islandpferd kann sich auch in einem Großpferde dominiertem Selfkant super präsentieren!“.
Ich freue mich bereits jetzt schon auf die nächsten „Tage des Pferdes“ in den kommenden beiden Jahren und wir würden uns über engagierte Teilnehmer unseres Vereins sehr freuen.
Verena Turnau(Mai2010)
Mitglied der Islandpferdereiter Kreis Heinsberg e.V.



